Über das Projekt ZFD

Diese Webseite war die Kampagnenseite für die Abstimmung vom 2. Dezember 2001 über die Initiative «Solidarit&auuml;t schafft Sicherheit: Für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst (ZFD)». Die Seite ist zur Information nach wie vor online.

Lesen Sie einen Kommentar zum Stand des Projektes aus dem Jahr 2005...

materielle Hilfe?
 
Argumentarium
 

Könnte materielle Hilfe nicht mehr bewirken als ein Friedensdienst?

Materielle Hilfe für die Opfer bewaffneter Konflikte ist wichtig, aber sie allein löst nicht eine einzige Friedensfrage. «Ingenieure», so Hans Koschnick, ehemaliger Bremer Bürgermeister und EU-Verwalter der geteilten bosnischen Stadt Mostar, können keine «Brücken zwischen den Menschen bauen. Dazu braucht es Friedensdienste.»

Soziale Wiederaufbauhilfe beinhaltet mehr als internationale Wahlbeobachtung. Sie setzt direkt bei den Menschen an. Nur im Dialog über alte Fronten hinweg können Gewaltpotentiale abgebaut werden. In Mostar beispielsweise sollen Jugendzentren, welche bosnischen und kroatischen Jugendlichen gleichermassen offenstehen, Raum für solche Begegnungen schaffen.

Uno und OSZE unterstützen die Anstrengungen zum sozialen Wiederaufbau. Die konkrete Arbeit leisten aber zumeist zivile Organisationen, die nicht von den Interessen der Regierungen und anderer Konfliktparteien bestimmt werden. Solche Ansätze profitieren von der Unterstützung durch internationale Friedensfreiwillige. Nach Einschätzung von Hans Koschnick haben die «Nicht-Regierungs-Organisationen unglaublich viel dazu beigetragen, Vertrauen bei der Bevölkerung zu schaffen. Sie hatten eine viel direktere Nähe zu den Menschen als ich. Unsere europäischen Regierungen sind gut beraten, diese Organisationen besser zu unterstützen.» Der freiwillige zivile Friedensdienst ist dafür ein hervorragendes Mittel und trägt die Tradition der Guten Dienste weiter.

Materielle Wiederaufbauhilfe allein beseitigt Konfliktursachen nicht. Wer Frieden will, muss den offenen Dialog fördern: mit der Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten sowie der Unterstützung unabhängiger Medien und Organisationen. Der ZFD bietet dafür den geeigneten Rahmen.

 

 
http://www.zfd.ch/ last change: 04-Mar-2015