Über das Projekt ZFD

Diese Webseite war die Kampagnenseite für die Abstimmung vom 2. Dezember 2001 über die Initiative «Solidarit&auuml;t schafft Sicherheit: Für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst (ZFD)». Die Seite ist zur Information nach wie vor online.

Lesen Sie einen Kommentar zum Stand des Projektes aus dem Jahr 2005...

Finanzierung
 
Leitbild
 

Finanzierung

A. Leitideen

Der Einsatz für die dauerhafte Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und sowie für eine friedliche und gerechte internationale Ordnung ist eine verfassungsmässige Aufgabe des Bundes (Art. 2 Abs. 4 nBV). Der ZFD - als ein Instrument zur Erfüllung dieser Aufgabe - wird durch Gelder der öffentlichen Hand finanziert.

B. Organisatorisches

Die schweizerische Eidgenossenschaft finanziert Bildungsangebote sowohl im Rahmen der Grundausbildung wie auch der einsatzspezifischen Aus- und Weiterbildung sowie der Einsätze des Zivilen Friedensdienstes. Für die Dauer der einsatzspezifischen Aus- und Weiterbildung sowie der Einsätze besteht zudem Anspruch auf Erwerbsersatz. Der Lohnausgleich für einsatzspezifische Aus- und Weiterbildungen sowie Einsätze wird durch die Erwerbsersatzordnung sichergestellt und über das ZFD-Sekretariat abgewickelt.

C. Grobe Kostenschätzung

Hätte jede in der Schweiz lebende Person im Verlauf ihres Lebens Anrecht auf finanzielle Unterstützung für maximal 20 Tage Bildung im Rahmen der Grundausbildung, würde ein Finanzbedarf von jährlich rund 35 Millionen Franken resultieren.

Für die einsatzspezifischen Aus- und Weiterbildungen besteht neben dem zu finanzierenden Kursaufwand ein Anspruch auf Erwerbsersatz. Unter der Annahme, dass 1500 Personen 10 Tag Aus- und Weiterbildung belegen, würden Kosten von rund 12 Millionen Franken anfallen

Die Einsatzkosten des Zivilen Friedensdienstes (Kost, Logis, Transport, Arbeitsmaterial...) werden im Projektgenehmigungsverfahren geprüft. Die Trägerorganisationen werden für die gutgeheissenen Leistungen vom Bund entschädigt. Der Bund leistet ZFD-Leistenden während der Dauer ihres Einsatzes ein Taggeld und garantiert dieselben Versicherungsleistungen wie für andere Bundesdienste. Eine grobe Kostenschätzung ergibt - unter der Annahme, dass rund 100 Personen permanent Einsätze im Rahmen des freiwilligen Zivilen Friedensdienstes leisten - einen Finanzbedarf von jährlich 36 Millionen Franken.

Die Administrationskosten für die ZFD-Kommission sowie das ZFD-Sekretariat und die Kosten für die öffentliche Bekanntmachung der ZFD-Angebote wird durch die schweizerische Eidgenossenschaft finanziert. Eine grobe Kostenschätzung ergibt einen jährlichen Finanzbedarf von 5 Millionen Franken.

Die Gesamtkosten des freiwilligen Zivilen Friedensdienstes betragen gemäss dieser groben Kostenschätzung jährlich rund 90 Millionen Franken. Dies entspricht rund einem Prozent der volkswirtschaftlichen Kosten der militärischen Landesverteidigung.

 

 
http://www.zfd.ch/ last change: 04-Mar-2015